Eine einfache Methode gegen das Aufschieben

Drei Schritte gegen das Aufschieben.

„Oh Mann!

Muss das wirklich sein?

Dazu habe ich überhaupt keine Lust!

Diese Arbeit muss ich erledigen und komme einfach nicht in die Gänge.

Es gibt bestimmt tausend Dinge, die ich schnell vorher noch erledigen möchte, die ich viel lieber mache.“

Aufschieben! Bestimmt kennen das viele? Immer wieder schiebt man es hinaus, dass man mit der Aufgabe anfängt. Und am Ende des Tages ist man frustriert, weil man zwar den ganzen Tag gewerkelt hat, aber trotzdem das Gefühl hat, nicht das wirklich Wichtige erledigt zu haben.

Man fragt sich vielleicht: „Was habe ich eigentlich den ganzen Tag gemacht?“ Und mit jedem Tag, an dem man die Arbeit aufschiebt, nehmen Druck, schlechtes Gewissen, Schuldgefühle und vielleicht sogar die Angst, nicht mehr genügend Zeit für die Erledigung zu haben, zu. Und am Ende des Tage kann man nicht einmal mehr richtig entspannen.

Und so vergeht Tag um Tag, an dem man die wirklich wichtigen oder auch nur unangenehmen Angelegenheiten nicht in Angriff nimmt.

Rezept gegen das Aufschieben

Dabei gibt es eine einfache Methode, sich selber zu motivieren: Die Sprache! Denken Sie einmal an so eine aufgeschobene Arbeit. Ich wette, diese Sätze beginnen mit: „Ich muss…“.

Und durch dieses „muss“ ist schon der Wurm drin, denn damit schalten wir automatisch auf Abwehr. Und wenn man sich gegen etwas wehrt, wird es anstrengend.

Betrachten wir die Abwehr genauer. Ein Blick in das Duden Herkunftswörterbuch zeigt, dass Abwehr „sich wehren“ und „erfolgreich abwenden, vereiteln“ beinhaltet. Und sogar „warnen“ ist darin enthalten, also „sich vorsehen“!

Man wehrt sich gegen etwas, das man nicht will und versucht es zu vereiteln (den Anfang? das Ergebnis? – aber das ist ein anderes Thema). Das „muss“ bringt uns in eine „Achtung! Sieh dich vor“ –  Stellung. Das alles hat mit Gefahr zu tun. Und wenn man glaubt, in Gefahr zu sein, richtet man seine ganze Aufmerksamkeit auf den bedrohlichen Zustand, um ihn erfolgreich abzuwehren.

Was bleibt dann noch an Kraft und Energie für das Anfangen mit der Arbeit übrig? Wenig. Jetzt könnte jemand sagen, dass von einer lästigen Aufgabe mit Sicherheit keine Gefahr ausgeht. Das flüstert uns der Verstand zu. Unser Unterbewusstsein jedoch arbeitet anders. Das klingt unglaublich? Glauben Sie es mir einfach.

Die Motivation verbessert sich

Je nachdem, wie man etwas ausdrückt, verändert sich die Motivation. Das Gefühl ist ein anderes. Probieren wir es an zwei Beispielen aus. Lesen Sie die dafür folgenden Texte aufmerksam durch und hören Sie in sich hinein, was sich wie anfühlt.

Beispiel 1: „Ich muss noch die Wohnung aufräumen und putzen.“

Und wie fühlt sich das im Vergleich dazu an? „Ich will eine saubere und aufgeräumte Wohnung, in der ich mich wohlfühle. In der die Energie frei fließt. Was kann ich dafür tun?“

Beispiel 2: „Ich muss endlich den Bericht fertig machen.“

Und wie fühlt sich das im Vergleich dazu an? „Ich will entsprechend der zeitlichen Möglichkeiten einen guten Bericht abliefern. Wie kann ich das erreichen?“

Was fühlt sich besser an? Ich wette, die zweite Äußerung.

Drei Schritte, um endlich anzufangen

Wie kann man eine „Muss“-Aufgabe in eine freundlich klingende, motivierende Aufgabe umformulieren?

Es geht in drei Schritten.

  1. Fassen Sie ein konkretes Ziel ins Auge.
  2. Stellen Sie sich die Frage, was Sie tun können, um dieses Ziel zu erreichen?
  3. Formulieren Sie von „Ich muss jetzt…“ in „Ich will jetzt…“ um. Und wagen Sie den letzten Schritt! Fangen Sie an!

Haben Sie diese “Ich will…”-Methode schon ausprobiert? Hinterlassen Sie doch einen Kommentar,  wie es Ihnen damit geht.

 

Sonja Berndl

Herzliche Willkommen! Ich heiße Sonja Berndl, bin zertifizierte Feng-Shui-Beraterin und Autorin eines Feng-Shui-Buches. Hier bekommen Sie Infos, Tipps und

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