Ideen entwickeln und neue Projekte in Gang bringen

Ideen fallen vom Himmel. Manchmal. Manchmal auch nicht. Angenommen, Sie üben ein kreatives Hobby aus und suchen neue Anregungen dazu oder wollen ein neues Projekt auf den Weg bringen, wissen aber noch nicht welches. Aber egal, wie intensiv Sie darüber nachdenken, es fällt Ihnen nichts (Neues) ein. Irgendwie herrscht Stillstand. Die Kreativität, scheint es, hat Urlaub.

Wo die Kreativität sitzt

Soll unser Projekt Fahrt aufnehmen, dann gucken wir in den Westen der Wohnung. Der Westen steht für Kreativität und neue Projekte. Fragen, die man sich stellen kann sind: Wie ist es hier um den Energiefluss bestellt? Wie fühlt sich der Raum an? Wie hört er sich an? Wie schaut es hier aus?

Fließt Energie harmonisch oder herrscht Chaos? Ist alles wohlgeordnet und hat alles einen richtigen Platz? Falls nötig, bringen wir Ordnung in das Chaos und entrümpeln den Bereich. Wir können uns fragen, ob wir all die Dinge noch brauchen oder etwas weg kann? Wir überlegen uns auch, ob wir etwas umorganisieren können, so dass es stimmiger wird. Schließlich lagert man das Essbesteck auch nicht im Badezimmer.

Es ist Zeit für einen verfrühten Frühjahrsputz!

Gucken wir in die schwer zugänglichen Stellen eines Raumes, wenn nötig verschieben wir Möbel, um an diese Stellen zu gelangen und vielleicht das letzte Körnchen Staub zu erwischen.

Wir schauen hinter die Türen von Möbeln, was sich dort alles angesammelt hat. Liegen da irgendwelche Leichen, die uns unbewusst behindern? Mit Leichen meine ich weder tote Tiere noch Menschen, sondern Gegenstände, die schon länger da stehen und nicht mehr gebraucht werden, woanders einen besseren Platz hätten oder schnell mal hinter der Tür „versteckt“ wurden und dann nie mehr rausgefunden haben. Ständig rufen sie unserem Unterbewusstsein zu: „Ich will wieder raus! Ich gehöre da nicht her!“ Sowas zehrt an uns.

Stellen wir alles auf den Kopf und alles in Frage, was wir besitzen. Manchmal verändert sich im Laufe der Zeit die Bestimmung einer Sache oder das dazugehörige Gefühl. Wenn es sich nicht mehr gut anfühlt, weg damit! Angenommen Sie sind früher leidenschaftlich gerne gejoggt und laufen schon seit Jahren nicht mehr. Weiter angenommen, Sie haben dazu Zeitschriften und Bücher gelesen und einige davon behalten. Nun liegen sie schon Jahre unbenutzt im Regal. Weg damit.

Womit lässt sich der Westen noch ankurbeln?

Vielleicht lässt sich ein frischer Wind mit einer neuen Dekoration oder einem neuen Bild reinbringen? Ist die Beleuchtung gut? Haben sich im Beleuchtungskörper tote Fliegen angesammelt?

Ist ausreichend Platz oder wirkt alles sehr voll, erdrückend, einengend? Was lässt sich woanders verstauen oder was will man verschenken um Platz zu schaffen?

Sind Pflanzen im Laufe der Zeit vielleicht so groß geworden, so dass sie der Kreativität die Luft zum Atmen nehmen oder man sich daran stößt, sie stören?

Legen wir los und dann lassen wir uns überraschen. Die Veränderung verändert auch den Energiefluss, bringt ihn wieder zum Fließen. Vielleicht sprudeln dann die Ideen?

Es ist alles perfekt?

Wer zu den glücklichen Zeitgenossen gehört, die absolut nichts finden, das sie verbessern könnten, kann das ausprobieren: Gehen Sie für eine Viertelstunde weg, denken Sie an etwas ganz anderes, lesen Sie zum Beispiel ein total spannendes Buch, das Sie so fesselt, dass Sie die Welt um sich herum vergessen, nichts mehr hören und sehen, selbst wenn neben Ihnen eine Bombe explodieren würde. Nach den fünfzehn Minuten schauen Sie erneut über Ihren Westen. Vielleicht sehen Sie ihn dann mit anderen Augen und finden etwas?

Was tun, wenn man immer noch der Meinung ist, dass bei einem alles perfekt ist? Dass der Raum weder im Chaos ertrinkt, noch Großreinemachen notwendig ist? Dann ist es auch gut. Oder wir bitten eine andere Person, ein Auge auf den Raum zu werfen, ob ihr was auf(miss)fällt. Dritten fallen oft Sachen auf, die einem selber nicht mehr bewusst sind. Was die dritte Person wohl zu sagen hat?

Wer also alte Ideen wieder aufgreifen und weiterentwickeln oder auch völlig neue Projekte anpacken will nimmt am Besten den Westen unter die Lupe. Ganz nach Lust und Laune führen wir eine große Auf- oder Umräumaktion durch oder fangen mit einer Kleinigkeit an. Denn egal wie groß oder klein die Aktion ist, irgendeinen Effekt hat sie immer. Und wenn es nur der ist, dass wir wieder mit Freude ins Tun kommen.

 

Sonja Berndl

Herzliche Willkommen! Ich heiße Sonja Berndl, bin zertifizierte Feng-Shui-Beraterin und Autorin eines Feng-Shui-Buches. Hier bekommen Sie Infos und Tipps rund um Feng Shui.

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