Wenn der eine etwas ausmisten will, der andere aber nicht.

Manchmal dauert es ein geschlagenes Jahr, bis ein Gegenstand ausgemistet ist.

Ich bin gerade am Entrümpeln. Dabei ist mir ein gußeiserner Wok untergekommen, der mich besonders beim Spülen nervt, weil er so riesengroß, unhandlich und sperrig ist. Den habe ich schon lange im Visier. Immer wieder habe ich mir gedacht: „Der kann weg.“ Seit wir nämlich eine Wok-Pfanne haben, haben wir den gußeiseren Wok nicht mehr bentutz. Aber bisher hatte ich mich noch nicht entscheiden können, ob er bleiben darf oder weg soll.

Da ich aber grade beim Entrümpeln bin, will ich bei jedem Gegenstand sofort eine klare Entscheidung, ob ich ihn ins Regal zurückstelle oder nicht. Nach meinem Entrümpelungsprinzip stelle ich die Sache nicht zurück, wenn auch nur der leiseste Zweifel daran besteht, ob ich das Ding überhaupt behalten will.

Für mich war die Sache klar: Im Wok ist schon lange nicht mehr gekocht worden und hatte keine Chance auf Reaktivierung – also weg damit. Innerlich frohlockend habe ich die Frage zur Diskussion gestellt, ob der Wok weggegeben werden kann. Na sowas!

Die Antwort war weder ein eindeutiges „Ja“ noch ein eindeutiges „Nein“. Die angeführten Argumente hat wahrscheinlich jede/r schon einmal gehört oder sich selber gedacht: „Man kann den Wok vielleicht noch brauchen. Er ist doch nicht kaputt. Er ist doch viel zu schade zum Wegwerfen. Wem könnte man ihn schenken?“ Da war ich baff! Also musste ein Kompromiss her.

Was tun, wenn man sich nicht dazu überwinden kann, den Gegenstand sofort aus dem Haus zu schaffen?

Ist man noch unschlüssig, setzt man sich ein Zeitlimit, bis wann eine endgültige Entscheidung zu fällen ist. In diesem konkreten Fall bedeutet das: Der Wok darf noch ein Jahr bleiben.

Bis dahin sind alle Gelegenheiten, bei denen der Wok zum Einsatz kommen könnte, wie Geburtstage, Feiertage und auch der Alltag einmal durch. Wenn der Wok in diesem Jahr nicht benutzt worden ist, darf er weg. Der Zeitraum ist für alle Beteiligten akzeptabel.

Damit ich das nicht vergesse, schreibe ich es mir in der „Wie-ich-die-Dinge-geregelt-kriege“-Liste unter die Rubrik „warten“ auf: Wok- warten auf Ende Januar 2017. Weil es ein fester Termin ist, könnte man es alternativ auch in den Terminkalender schreiben.

Damit ist es aus dem Kopf. Ich weiß, ich werde jetzt nichts am Zustand ändern, muss aber auch keinen Gedanken mehr daran verschwenden. Es ist klar geregelt und entschieden. Und damit haben wir das lose Ende des Wok-Fadens verknotet. Jetzt fehlt nur noch ein schönes Schleifchen. 🙂

 

Weg mit Ihnen, Herr Gerümpel-Ballast!

Mit einem Gegenstand, den man immer komisch ansieht, über den man immer wieder grübelt, ob man ihn behalten oder entsorgen soll, oder noch schlimmer: von dem man insgeheim weiß, dass man ihn loswerden will, vertut man auf Dauer ganz schön viel Lebenszeit. Zeit, die man auch mit angenehmeren Gedanken verbringen könnte.

So ein Krempel ist Ballast. Wie das Wort schon sagt, ist Ballast eine Last, die belastet. Das Herkunftswörterbuch meint, Ballast wäre eine „tote Last, Überflüssiges“. Wie recht die doch haben.

Man „be-lastet“ nicht nur sich selber, sondern auch einen bestimmten Aspekt des eigenen Lebens, vielleicht sogar einen, der einem besonders wichtig ist. Denn wo eine „bloße Last ohne Wert“ liegt oder steht, ist der Energiefluss nicht in Ordnung. Und ein blockierter Energiefluss ist wie ein Stau auf der Autobahn und im Sinne von Feng Shui ein Stau in einem Lebensbereich.

Es ist nicht notwendig, sich den Kopf mit Gedanken an Ballast zu beschweren. Wenn Sie wollen, probieren Sie es aus: Suchen Sie sich einen Gegenstand, der Sie „be-lastet“. Entscheiden Sie sich, ihn wegzugeben. Und dann tun Sie es! Hören Sie in sich hinein. Fühlt man sich nicht sofort viel leichter, beschwingter? Wie von einer Last befreit? So, als ob man besser durchatmen könnte?

Wenn man einen Gegenstand loslässt fühlt man sich augenblicklich befreiter und gewinnt Zeit, die man mit angenehmeren Sachen verbringen kann. Deshalb – wenn Sie wollen – schaffen Sie Platz für Dinge und Angelegenheiten, die Ihnen wirklich wichtig sind und Freude machen.

Sonja Berndl
Herzliche Willkommen! Ich heiße Sonja Berndl, bin zertifizierte Feng-Shui-Beraterin und Autorin eines Feng-Shui-Buches. Hier bekommen Sie Infos und Tipps rund um Feng Shui.

2 Kommentare

  1. Hi!

    Ich bin selbstständig mit einem Entrümpelungsservice. Daher weiß ich was es bedeutet alleine zu entrümpeln.
    Respekt dafür!!! Denn aller Anfang ist schwer.

    Wenn mann einen Container bestellt, wird es meißt teuer da man alles hinein wirft und es dann als Restmüll deklariert wird.
    Schränke, Laminat und alles was sonst noch aus Holz besteht sollte getrennt entsorgt werden.
    Im Notfall in einen 2. Container.
    Die Entsorgung von Müll bei Containern wird immer nach dem Gewicht berechnet und eine Tonne Holz ist um zwei drittel günstiger als Restmüll.
    Anziehsachen können in einen Wertstoffcontainer genau wie Papier und Glas.
    Hausflohmarkt, Ebay, momox geht auch, aber brauch leider meist sehr viel Zeit und Nerven.

    Wenn man ein Haus oder eine Wohnung leer machen muß, weil ein Angehöriger verstorben ist, so ist es meißt auch besser eine Entrümpelungfirma zu beauftragen. Da diese nicht emotional mit dem Objekt verbunden sind.

    Liebe Grüße
    Schwalenberg
    http://hannover-entruempelung.de/

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